Intergeo

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Die Intergeo ist die größte Fachmesse mit Kongress für Vermessung, Geoinformation und GIS in Deutschland. Mit ca. 10 bis 15 tausend Besuchern ist die Intergeo auch global einer der wichtigsten Branchentreffs.


Contents

2012

Auf der Intergeo 2012 wird wieder eine Vielzahl von interessanten Veranstaltungen und Inhalten geboten, dieses Jahr erstmals auch mit einem BarCamp. Arnulf ist mit mit drei Vorträgen zu dem Thema "Open Data" und "offene Geodaten" zu hören, sowohl auf dem Kongress, als auch auf dem OSGeo Park und am Donnerstag in der BarCamp Veranstaltung des DVW. Es ist also für jeden etwas geboten.

Kongress

Im Vortragsblock zu Open Geodata auf der Intergeo 2012 läuft in Saal 3/2 am 10.10.2012 ein Vortragsblock zum Thema Open Geodata.

Zeit Titel Name
11.00-12.30 Open GeoData Moderator: Martin Scheu (BTC AG)
11.00-11.30 OS OpenData — high quality geodata for everybody John Carpenter (Ordnance Survey)
11.30-12.00 Nutzung von OSM-Daten im Public Sector Arnulf Christl (metaspatial])
12.00-12.30 Von Arbeitsvermittlung bis Zwangsversteigerung
Einsatzmöglichkeiten offener Geodaten im E-Government
Roland Stahl (Cap Gemini)

OSGeo Park

Im Vortragsbereich des OSGeo Parks stellt Arnulf Christl die Frage "Was ist Open Data?" und gibt, wie zu erwarten ist, auch ein paar Antworten.

  • Dienstag, 09. Oktober 14:40 - 15:00
  • Mittwoch 10. Oktober 15:40 - 16:00
  • Donnerstag 11. Oktober 10:20 - 10:40

Foliensatz zum Download:

Barcamp

Der DVW organisiert erstmals ein BarCamp zum Thema Open Geodata (siehe auch: http://geodatenbarcamp.mixxt.de/). Diese Art der Veranstaltung zielt darauf in einen Dialog zu kommen und meidet Vorträge wie der Teufel das Weihwasser. Das ist ja auch gut so, am dritten Tag eines Kongresses besteht sonst akute Gefahr durch "Death by PowerPoint"(c). Zur Einführung wird es dennoch zwei Corträge geben (Stöhn, nicht schon wieder), einen davon wird Arnulf beisteuern, das Thema ist:

Warum Access Control? Irgendwann ist es doch eh alles Open Data!

Bevor wir in das Thema einsteigen, sollten wir zunächst klären was wir unter offenen Daten verstehen. Hier sind einige zentrale Definitionen zusammgefasst, die demnächst in ein White Paper der OSGeo eingearbeitet werden: http://arnulf.us/Open_Geodata, um Mitarbeit wird gebeten.

Meine persönliche Überzeugung ist, dass der Zugriff auf alle Daten offen sein sollte. Dafür fehlen uns realistisch betrachtet aber noch eine ganze Menge Voraussetzungen. Ganz offensichtlich benötigen wir so lange einen Schutz der Privatsphäre bis die Welt an sich gut genug ist, um ohne auszukommen. Des weiteren ist es immer noch so, dass Einnahmen aus dem Verkauf von Nutzungslizenzen die Erhebung von Daten finanzieren. Das sollte geändert werden, geht aber nicht so schnell wie manche das gerne hätten. Und nicht zuletzt (und vielleicht sogar am wichtigsten) ist Access Control derzeit die einzige Möglichkeit der Gewährleistung der Richtigkeit von Daten.

Clare Hadley vom Ordnance Survey und Vorsitzende des Projekts "Location UK" hielt auf der OSGIS UK in Nottingham einen überzeugenden Vortrag über die Notwendigkeit von Access Control. Ihr Hauptargument ist, dass der aktuelle Bedarf nach Zugangskontrolle nicht einfach verschwinden wird und wirdeshalb das Thema in der Geo-Szene endlich angehen müssen. Wenn wir uns nicht gemeinsam darum kümmern, schaffen wir eine Situation in der Geodaten noch nicht mal da verwendet werden können wo es problemlos möglich wäre, weil jeder sein eigenes Würstchen brät. Deshalb muss hier ein offener Dialog stattfinden dem pragmatische Lösungen folgen.

Meine persönlichen Gedanken

Ich denke, dass jede Form von Access Control eine Behinderung ist und Missbrauch geradezu einlädt. Ausserdem ist das Netz sowieso nicht endsicher. Deshalb sollte Access Control schlichtweg abgeschafft werden. Grundlage dieser Einstellung ist eine Welt, die an sich und durch und durch gut ist. Ich bin davon überzeugt, dass das möglich ist. Mein persönliches Umfeld ist auch weitgehend gut. Aber viele andere Menschen sind es nicht, oder nicht davon überzeugt, dass es so sein könnte. Deren Welt ist konsequenterweise dann auch schlecht. Da wir alle in derselben Welt leben ist sie teilweise gut, und teilweise nicht. Um allen gerecht zu werden muss man auch die schlechten Teile akzeptieren. Deshald brauchen wir im Moment leider auch noch Access Control.

Es wird oft etwas vereinfacht dargestellt: Wenn ich etwas verstecken muss (meine Privatsphäre schützen muss), dann doch nur, weil ich etwas tue von dem ich annehme, das es nicht ganz richtig ist. Aus dieser Perspektive scheint die Lösung ganz einfach: Tue nur Richtiges und Gutes. Das Ganze hat aber zwei gewaltigen Haken:

  1. Jeder versteht etwas anderes unter "Gut" und "Richtig" und der kleinste gemeinsame Nenner ist vor allem klein und mesit wenig gemeinsam.
  2. Es gibt Informationen, die in einer partiell schlechten Welt nicht öffentlich werden dürfen. Dazu zählt z.B. ganz offensichtlich der Gesundheitszustand eines Menschen, aber auch seine persönliche Meinung.

Das Wichtigste aber zuletzt, nämlich ein Hinweis darauf, dass alle und jede digitalen Daten schon jetzt weitgehend frei (im Sinne von ungeschützt) sind. Machen wir uns nichts vor, wenn etwas irgendwo ins Netz eingespeist wird, dann kommt es irgendwo anders auch wieder heraus. Und oft haben wir eben keinen Einfluss darauf wo "woanders" ist. Siehe auch meine Einstellung zu Privacy.

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